Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten

Gründe für Brustvergrößerungen

Brustvergrößerungen gehören zu den häufigsten ästhetischen Operationen in der plastischen Chirurgie. Der Wunsch durch diese Schönheitsoperation eine wohlgeformte ästhetische Brust, welche zum Körperbild passt, mit normaler Konsistenz zu erhalten, hat vielfältige Ursachen, wie:

  • Kleine oder asymmetrische Brüste nach der Pubertät,
  • angeborene Fehlbildungen,
  • gravierende Veränderungen nach Schwangerschaften oder Gewichtsverluste.

Diese Ursachen sind für viele Frauen eine starke psychische Belastung. Eigene Idealvorstellungen sollen dann durch eine Vergrößerung der Brust (Mammaaugmentation) realisiert werden. Generelle Voraussetzung für eine Brustvergrößerung ist ein abgeschlossenes Körperwachstum und Volljährigkeit. Oft wird diese ästhetische Operation mit einer Bruststraffung kombiniert. In Deutschland werden pro Jahr ca. 25.000 Brustvergrößerungen vorgenommen.

Beratung

Die Aufklärung über die Prognose, Risiken und Komplikationen hat bei einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten einen besonders hohen Stellenwert. Individuelle detaillierte Beratungsgespräche sind hierfür die Voraussetzung. Die vollständige sehr umfangreiche Darstellung aller Fakten kann an dieser Stelle nicht erfolgen und bleibt der persönlichen Aufklärung in meiner Sprechstunde vorbehalten. Kernproblem einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten ist die Frage der Verträglichkeit der Implantate. Die Abstoßungsreaktion des Körpers gegenüber dem Silikonimplantat äußert sich in einer harten, schmerzhaften Kapselbildung um das Implantat - die sogenannte Kapselfibrose. Implantatwechsel mit Kapselentfernung oder die definitive Entfernung des Implantates sind dann indiziert. Ältere Implantate - Generationen mit glatter Oberfläche hatten hohe Abstoßungsraten. Aktuelle internationale Studien beziffern die Abstoßungsrate der neuen Implantat - Generation deutlich unter 5%. Gründe hierfür sind festere Hüllen - glatt oder texturiert (aufgerauht), sowie neue festere Füllungen mit einem kohäsiven Silikon-Gel (kohäsiv = vernetzt) verschiedener Härtegrade. Silikon ist ein synthetisches Polymer bei dem Siliziumatome über Sauerstoffatome verbunden sind unter Einbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff. Silikone gibt es in flüssiger oder fester Form oder wie bei Brustimplantaten als Gel. Füllmaterialien wie Sojaöl oder Hydrogel haben sich nicht bewährt. Silikonimplantate werden auch in anderen Körperregionen eingesetzt, zum Beispiel zur Konturierung von Waden und Po.

Andere brustvergrößernde Behandlungen wie die Verwendung von Eigenfett oder Hyaluronsäure erreichen nicht die Fülle von Silikonimplantaten, werden Ihnen auch im Verlauf der Aufklärung vorgestellt.

Inhalt des Beratungsgespräches sind auch die Behandlungskosten.

Fotoaufnahmen vor und nach ästhetischen Operationen sowie deren Kostenangabe sind in der Bundesrepublik Deutschland seit April 2006 nicht erlaubt. Falsche Falldarstellungen werden damit unterbunden und somit falsche Erwartungen nicht geweckt.

Behandlung

Die Brustvergrößerung wird in der Regel kurzstationär in Vollnarkose durchgeführt. Dazu gehört, dass Sie eine Nacht nach der Operation zur Überwachung in der Klinik bleiben. Ihr Wohlbefinden hat bei uns höchste Priorität. Während der Voruntersuchungen werden Sie auch durch den leitenden Anästhesisten über die Narkose aufgeklärt. Die OP-Dauer beträgt ca. eine Stunde. Die Bestimmung der annähernden Silikon-Implantatgröße und Implantatform erfolgte bereits in den Beratungsgesprächen. Die Brustimplantate können hinter dem großen Brustmuskel oder direkt hinter dem Brustdrüsengewebe, also auf dem großen Brustmuskel platziert werden. Welche Position ausgewählt wird hängt von den anatomischen Vorgaben der Patientin ab. Ist die Patienten dünn mit sehr kleinem Brustdrüsenkörper wird man das Implantat unter dem großen Brustmuskel einsetzen. Der Brustmuskel deckt so das Implantat ab und gewährleistet, dass die Ränder des Implantates nicht erkennbar sind. Es liegt eine natürliche Brustform vor, da sich der Muskel auch dehnt. Bei genügend vorhandenem Brustdrüsenwebe wird das Silikonimplantat auf dem großen Brustmuskel platziert. Das Brustdrüsengewebe überdeckt dann auch die Implantatränder und gewährleistet eine natürliche Brustform. Die Brustimplantate zur Brustvergrößerung können über drei Zugangswege eingesetzt werden:

  • Hautschnitt dicht oberhalb der Brustumschlagfalte,
  • an der Vorderseite der Achselhöhle,
  • durch die Brustwarze.

Der Zugangsweg wird im Beratungsgespräch festgelegt. Zur Verfügung stehen runde und tropfenförmig (anatomische) profilierte Silikonimplantate mit unterschiedlichen Verhältnissen von Breite (Basis) und Höhe (Projektion). Die Auswahl richtet sich hach den vorgegebenen Maßen, also den körperlichen Voraussetzungen der Patientin und deren Wünsche. Ein generell besseres Ergebnis mit tropfenförmigen oder runden Brustimplantaten kann nicht postuliert werden. Nach Einlage jeweils einer Wunddrainage, welche auch der Prävention einer Kapselfibrose dient, wird der Wundverschluss mit einer schonenden Nahttechnik zur Vermeidung von auffälligen Narben durchgeführt. Nach den Wundverbänden wird Ihnen noch auf dem OP-Tisch ein spezieller, die Brüste sicher fixierender Büstenhalter angelegt, meist in Kombination mit einem sogenannten Stuttgarter-Gürtel. Dieser BH sollte ca. sechs Wochen getragen werden und kann dann durch einen gut sitzenden Sport-BH ersetzt werden.

Anmerkungen

Wichtiger Bestandteil im Gesamtkonzept sind die kontinuierlichen kostenlosen Routinekontrollen. Diese sind im ersten Jahr häufiger, dann jährlich einmal. Nach 10 Jahren sollte dann wieder eine intensivere Kontrolle erfolgen. Implantatwechsel werden nach 10 bis 15 Jahren empfohlen. Schwangerschaft, Stillfähigkeit, Brustkrebsrisiko in Verbindung mit Brustvergrößerungen sind z.B. weitere Themen, die einer intensiven, individuellen Beratung vorbehalten sind. Eine qualifizierte Beratung durch einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist erforderlich.

Einen Beratungstermin mit uns vereinbaren Sie möglichst telefonisch (+49 391 73 46 891), da dieser so am schnellsten konkret festgelegt werden kann. Natürlich können Sie auch einen Beratungstermin für plastische - ästhetische Operationen bei uns per E-Mail vereinbaren

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Medizinisches Versorgungszentrum Sachsen-Anhalt
Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie
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