Schweißdrüsenbehandlung bei Hyperhidrose

Schweißdrüsenfunktionen

Die Schweißdrüsen erfüllen für den menschlichen Körper viele wichtige Aufgaben – sie sind nicht überflüssig!

Die maximale Größe einer Schweißdrüse kann bis zu 5 mm im Durchmesser betragen! Sie sind z.B. mitverantwortlich für die Regelung der Körpertemperatur, für den Säurehaushalt (pH-Wert) der Haut (Schutzfunktion), für die Konsistenz (weich, geschmeidig), bei Funktionsstörungen der Nieren können sie auch einen Teil der Entgiftung übernehmen und sie können Substanzen mit antibakterieller Wirkung zum Schutz der Haut und damit des ganzen Körpers übernehmen.

Man unterscheidet zwei Arten von Schweißdrüsen (ekkrin, apokrin), die eine ist unregelmäßig über den ganzen Körper verteilt, die andere ist nur an bestimmten Körperregionen vorhanden jeweils mit sehr differenzierten Aufgaben. Beiden gemeinsam ist eine Steuerung durch den Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems).

Hyperhidrose

Als Hyperhidrose bezeichnet man eine starke Schweißproduktion, die umschrieben oder am ganzen Körper auftreten kann. Für viele Menschen ist die übermäßige nicht zu steuernde Schweißproduktion ein unangenehmes Problem. Große Schweissflecken in den Achselhöhlen und unangenehmer Geruch sind im Berufsleben und in der Privatsphäre sehr unangenehm und lästig.

Die Ursachen für eine Hyperhidrose (fachlich: Hyperhidrosis) sind sehr vielfältig und somit auch die Therapieansätze. Die Ursachen für das umschriebene Schwitzen, z.B. in den Achselhöhlen, sind noch nicht ausreichend geklärt. Für das Schwitzen am ganzen Körper werden z.B. Hormondysregulationen, Kreislaufstörungen, Störungen der Hypophysen- und Schilddrüsenfunktionsstörungen, Übergewicht und andere organische Ursachen mit Krankheitswert verantwortlich gemacht. Eine entsprechende Abklärung (Diagnostik) der Ursache sollte vor einer Therapie erfolgen.

Behandlung

Für die lokale Behandlung der Hyperhidrose in den Achselhöhlen (axilläre Hyperhidrosis) stehen nach Ausschluss von Erkrankungen mehrere Therapieansätze zur Verfügung:

  • die lokale Behandlung mit Antitranspirantien (z.B. Deospray, aluminiumhaltige Präparate, Salbei),
  • die axilläre operative Schweißdrüsenentfernung (Saugkürettage – Technik wie bei einer Fettabsaugung),
  • die Behandlung mit Botulinumtoxin A (pharmakologische Denervierung).

Die lokale Behandlung ist ausgereizt, nicht zufriedenstellend, wenn der Betroffene sich in der chirurgischen Praxis vorstellt.

Die operative Schweißdrüsenentfernung entspricht im Vorgehen einer Fettabsaugung (Liposuktion), nur wird hierbei versucht, die Schweißdrüsen im Unterhautfettgewebe zu entfernen, „abzusaugen“. Dies gelingt nicht immer zufriedenstellend. Neben den operativ bedingten möglichen Komplikationen wie Nachblutungen, Infektionen, schmerzhaften Narben in der Achselhöhle mit Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk, können auch Nachbehandlungen weiterhin störender verstärkter Schweißabsonderung, erforderlich sein. Die Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin A ist gegenüber der operativen Schweißdrüsenentfernung angenehmer mit geringeren Nebenwirkungen. Die Wirkungsdauer liegt bei ca. 6 Monaten, aber… die Schweißsekretion wird dann nicht mehr so stark beschrieben im Vergleich zur Ausgangssituation. Eine erneute Behandlung setzt nach meinen Erfahrungen diesen Trend fort. Diese drei Möglichkeiten sind neben anderen Therapieansätzen praxisrelevant.

Das Ziel einer Behandlung wegen übermäßiger, störender Schweißsekretion im Achselhöhlenbereich ist nicht eine vollständige „ewige Trockenlegung“ mit negativen Folgeerscheinungen, sondern die Reduktion der übermäßigen Schweißproduktion auf ein normales, physiologisches Niveau.

Welche Behandlung für Sie optimal ist, welche Vor- oder Nachteile bestehen, kann nur in einem individuellen, ausführlichen Beratungsgespräch in Kenntnis Ihres Befundes, in unserer Praxisklinik für Plastisch- Ästhetische Chirurgie in Magdeburg, geklärt werden.

Die Veröffentlichung von Fotoaufnahmen vor und nach ästhetischen Operationen sowie deren Kostenangabe im Internet sind in der Bundesrepublik Deutschland seit April 2006 nicht erlaubt.

Einen Beratungstermin mit uns vereinbaren Sie bitte möglichst telefonisch (+49 391 73 46 891), da dieser so am schnellsten konkret festgelegt werden kann. Natürlich können Sie auch einen Beratungstermin für plastische - ästhetische Operation bei uns per E-Mail erhalten.

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